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Concerto

By Christian Bakonyi

Word Of Ear (GERMAN)
Word of Mouth ist ein oftmalig verwendeter Begriff für Mundpropaganda oder mündliche Überlieferung. Dem stellt Schalk das Word of Ear gegenüber und verlässt sich dabei ganz auf die Qualitäten seines Gitarrenspiels wie auch auf das hohe Niveau seiner musikalischen Mitstreiter und die Intensität der Kompositionen. Musik als einzigartige, persönliche Sprache, die auch subjektiv, unübertragbar bei den Hörerinnen und Hörern ankommt. Um so erfreulicher ist es, wenn es mehr Menschen sind, die an dem Gebotenen Gefallen finden. „Jazz ist eine der intensivsten musikalischen Kunstformen“ Dass Wolfgang Schalk das auch ehrlich so meint, davon kann man sich bei seinem neuesten Tonträger gerne überzeugen.

Persönlicher Stil mit Abwechslung
Wolfgang Schalk hat seinen persönlichen Stil ja schon frühzeitig gefunden, was ihn aber nicht daran hindert, höchste Abwechslung zu bieten, mit schnellen Bebop Tunes und berührenden Balladen, wie der an den Anfang des Albums gestellten Solo Improvisation „Midnight Prayers“, die er am Ende einer Studio Session eingespielt hat. Neben dem großen Einfluss, den Wes Montgomery auf Wolfgang Schalk hat, hört man immer wieder eine große Bandbreite an Sounds, von Funkyness, Coolness und mit „Toninho“, einer Hommage an den brillanten Gitarristen Toninho Horta, ein jazz-sensibles Gespür für brasilianische Musik. „Wie ich die Ballade geschrieben habe, musste ich unwillkürlich dazu immer wieder an Toninho Horta denken, der ja einige Zeit mein Mitbewohner in NY war, als ich mich in Rudi Berger's Wohnung einmietete“. Begleitet wird Wolfgang Schalk von der Pianistin Helen Sung, der asiatisch-texanischen Pianistin, die 2011 die Mary Lou Williams Piano Competition für sich entschieden hat, vom Pianisten und Keyboarder George Whitty, der gerne nebenbei Grammy Winner CDs produziert (Randy Brecker: 34th and Lex), Michael Valerio, Bass, der, wie Schalk, immer wieder mit dem grandiosen Pianisten Geoffrey Keezer tourt, und Tom Brechtlein, einem Chick Corea und Robben Ford geprüften Schlagzeuger. Neben Schalks Eigenkompositionen, die Wolfgang Schalk abwechselnd elektrisch oder mit Nylon zum Besten gibt, findet sich auch ein viel gespielter Standard, bei dem man den Stil des Gitarristen gut erkennen kann, nämlich Thelonious Monk’s „Round Midnight“, wobei man merkt, dass gegen Mitternacht der Abend nicht zwangsläufig zu Ende gehen muss.

Word of Ear ist eine farbenfrohe Reise durch die musikalische Welt des Wolfgang Schalk, lebendig in Interpretation, Kommunikation, Improvisation und trotz seiner Vielfarbigkeit immer stilsicher.

(Read the complete article in Concerto April/May 2012 issue)

 
 
 

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